Velten, 29.10.2026
Velten hält zusammen: Vielfalt feiern am 8. November, der Verfolgung gedenken am 9. November
Das Bündnis für Dialog und Toleranz (Velten, Oberkrämer, Leegebruch) lädt am 8. und 9. November zu zwei Veranstaltungen ein, die zusammengehören: Am Sonntag feiern wir die Vielfalt in unserer Stadt, am Montag erinnern wir an die Verfolgung von Menschen in Velten.
Sonntag, 8. November, 11:00 Uhr: „Velten hält zusammen“
Gemeinsam mit der muslimischen Gebetsgruppe in Velten veranstaltet das Bündnis eine Friedensaktion im Gemeindezentrum Velten Süd. Es gibt Redebeiträge aus den Kirchen, Religionsgemeinschaften und den demokratischen Parteien. Wir setzen damit ein sichtbares Zeichen: Velten hält zusammen. Alle Einwohnerinnen und Einwohner sind herzlich eingeladen.
Pfarrer Martin Doß: „Zu einer Kleinstadt gehört auch, dass alle Gruppen und Vereine ihren Platz haben und wertgeschätzt werden. Am 8. November wollen wir dieses offene Miteinander mit einer Friedensaktion am Bürgerhaus feiern und zeigen: Velten hält zusammen. Dazu passt wunderbar das Mitbring-Picknick. Wir teilen, was gut schmeckt und können miteinander reden. Die Fremdheit wird kleiner. Das Verständnis wächst.“
Montag, 9. November, 18:00 Uhr: Gedenken an Carl Calm
Am Jahrestag der Pogromnacht 1938 treffen wir uns an der Bahnstraße Ecke Poststraße. Wir erinnern erstmals an Carl Calm, einen Veltener Unternehmer. Er ist heute auf einem Foto in der Dauerausstellung der Gedenkstätte Sachsenhausen zu sehen, wie er in Velten öffentlich gedemütigt wurde. Wer mag, bringt eine eigene Grabkerze mit. Eingeladen sind alle Veltenerinnen und Veltener, Marwitzer und Leegebrucher und alle, die sich zugehörig fühlen.
Pfarrer Martin Doß: „Ich bin dankbar für diese Initiative. Nur wenn ich mich an das Unrecht von damals erinnere, kann ich für ein gutes Miteinander im Velten von heute eintreten. Das Gedenken hilft mir, die feinen Antennen für die Situationen zu entwickeln, wo heute im Namen der Mehrheit Minderheiten ausgegrenzt werden sollen.“
Die Gedenkveranstaltung ist der Auftakt einer Erinnerungsreihe, die am 22. Januar mit einem Infoabend und am 30. Januar mit einem Besuch der Gedenkstätte Sachsenhausen fortgesetzt wird. Begleitend dokumentiert das Projekt „Eine Kachel fehlt“ (www.einekachelfehlt.de) die Orte von Zwangsarbeit und KZ-Haft in Velten.
Kontakt für Rückfragen: Pfarrer Martin Doß, 0151 12342443, wofuerstehstdu@gmx.de
Weitere Informationen: www.dialog-und-toleranz.de


